• 15.09.2017 | Kunstverein Wesseling, Einführung in die Ausstellung "Menschenbilder" von Irina Wistoff

    Rolf Mallat wirkt seit über 30 Jahren als freischaffender Maler und Grafiker.

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  • 24.Juni 2017 | Kunstverein Rhein-Sieg, Einführung von Frau Dr. Gundula Caspary, Leiterin des Stadtmuseums Siegburg

    Retrospektive auf 35 Jahre Kunst

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  • 28.2.2016 | Kunstverein Heinsberg, Frau Trantenroth-Scholz zur Eröffnung der Ausstellung "Zeit-Räume"

    Im Laufe der Jahre verändert sich das Spektrum der Stile und Techniken im künstlerischen Werk von Rolf Mallat

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  • 08.09.2015 | Angelika Campeell über "Rolf Mallat - Malerei" im Kunsthaus Troisdorf

    Der Mensch steht im Mittelpunkt einer faszinierenden Ausstellung...

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  • 26.06. 2012 | Aus der Eröffnungsrede zu "Figurativ oder Anders" von Anke Schmich, Kunsthistorikerin

    Rolf Mallat konstruiert in seinen Bildern...

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  • 01.01.2009 | Auszug der Einführungsrede von Christina zu Mecklenburg

    In seiner brandneuen, mit O-Zitaten der ins Bild gesetzten Außenseiter ...

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  • 01.01.2008 | Kurzfassung der Einführungsrede von Dr. Gabriele Broens

    „Kunst ohne Irritation ist wie Suppe ohne Salz“. Diesem Leitmotiv folgt Rolf Mallat ...

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  • 02.01.2006 | Auszug aus dem Katalog, anlässlich der Kunstausstellung „abbild ab bild“

    In seinen Werken kombiniert Rolf Mallat verschiedene Stilmittel miteinander ...

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  • 01.01.2006 | Auszug aus der Einführungsrede von Dr. Jiri Necas

    Rolf Mallat benutze fast kaleidoskopisch mehrere Bild-Motive in einem offenen ...

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  • 01.01.2003 | Anlässlich der Einzelausstellung im St. Elisabeth Krankenhaus in Grevenbroich

    Es ist eine unverwechselbare Handschrift, die das Oeuvre durchzieht: Wie ein ...

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Auszug aus der Einführungsrede von Dr. Jiri Necas

Rolf Mallat benutze fast kaleidoskopisch mehrere Bild-Motive in einem offenen Raum, oder in mehrerem Räumen, die hinter und nebeneinander stehen. Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen kontrastieren mit der Natur, der Stadt, oder auch mit abstrakten Formen. Dieser formale Aufbau des Bildes könnte uns das Gefühl des gleichzeitigen Durchblickes in den Makrokosmos und auch in den Mikrokosmos geben. Früher wurde noch zusätzlich die zweidimensionale Malweise um einige dreidimensionale Gegenstände, die auf der Bildoberfläche angebracht waren, ergänzt, was den Werken eine spezifische Haptizität verliehen hat. Diese Haptizität ist auch in den neueren Werken zu spüren, wo sich Mallat mehr und mehr nur mit der gemalten Fläche und ihren haptischen Unterschieden beschäftigt. Auch die Worte, die früher ins Bild hinein gemalt wurden, haben in den neueren Werken keinen Platz mehr. 

Das ganze gibt uns ein fragmentarisches Bild einer, oder mehrerer Situationen, die wir nicht eindeutig verstehen können. Bei der Lesart des Bildes wissen wir oft nicht, wo der richtige Anfang und wo das Ende des Bildes ist, oder ob es sich um einen Ausschnitt aus einem größeren Bild handelt. Die inhaltlich gleichgestellten abstrakten Formen und die gegenständlichen Formen sind so ineinander verarbeitet, dass eine völlig neue narrative Form entsteht, die gleichzeitig von der Logik des Inhaltes, oder der Logik des formalen Aufbaus des Bildes dominiert sein kann. 

Diese Bestandteile der Komposition brechen unsere gewohnte lineare Lesart und zwingen uns, sich dem Bild mit einer polyfokalen Lesart zu nähern. Aus mehreren Fokuszentren  gleichzeitig sehen wir eine Welt, in der der schon angesprochene Unterschied des Unterschiedes des fotografischen Ausgangsmotivs gleichermaßen mit der Ästhetik  der anderen Teile eine Rolle spielt. Man könnte es auch als eine Schichtung wahrnehmen, wie es in der Geografie oder Kartografie ist. So kann man die Bilder und Abbilder als Bestandaufnahmen sehen, die einzeln schon eine Information an sich haben und eine Bedeutung in sich tragen und in dieser andersartigen Form von narrativem Gehalt zuerst die Summe aller Bilder und aller Bedeutungen das Bild in seiner Gesamtheit ausmachen.

Auszug aus der Einführungsrede von Dr. Jiri  Necas, anlässlich der Kunstausstellung „abbild ab bild“ im Stadtmuseum Siegburg, 2006