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    Seit acht Jahren stehen der Rheinländer Rolf Mallat und der aus dem Iran ...

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Iran und Rheinland im künstlerischen Dialog

Von unserem Mitarbeiter Hans-Leo Recker

Stolberg.  Seit acht Jahren stehen der Rheinländer Rolf Mallat und der aus dem Iran emigrierte Masoud Sadedin in einem künstlerischen fruchtbaren Dialog, aus dem heraus sie unter anderem mehrere gemeinsame Ausstellungen verwirklichten.

Ihr jüngstes Projekt ist in der Burg-Galerie Stolberg zu sehen, wo sie im Rahmen der Ausstellungsreihe Artibus unter dem Titel „Menschenbilder“ etwa zehn großformatige Arbeiten zeigen, ermöglicht durch die  “Galerie Art Engert“ in Zusammenarbeit mit dem Max Krieger Kulturmanagement und der Stadt Stolberg.

Auf den ersten Blick wirken die Exponate ungewöhnlich realistisch, fast fotografisch. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass die beiden Künstler Fotos und andere Abbildungen als Vorlage für ihre Motive verwenden, nicht um zu illustrieren, sondern die Wirklichkeit von den „realen Abbildern“ in subjektiver Sicht weiter entwickelnd wiederum abzubilden.

Dabei entstehen Verfremdungen, die Rolf Mallat „Bildstörungen“ nennt, bei ihm hervorgerufen durch überraschende Kombinationen von Bildelementen, die eigentlich nicht zusammen gehören. Da werden Gegenständliches und Abstraktes, Detailgenaues und Unscharfes, Fragmentarisches und Großfigürliches Gemaltes wie Aufgeklebtes gegeneinander gestellt.Längs- und Querstreifen unterteilen diese auf Holz gemalte Collagen, in denen der Mensch im Mittelpunkt steht. Für Rolf Mallat ist das Verhältnis von Mann – Frau ein durchgehendes Thema in seinen Bildern. Obwohl die Personen wie beispielsweise in den Exponaten „Sleeping Man“ oder „Gezeiten“ wie teilnahmslos und ohne Beziehung zu einander wirken, ist knisternde Spannung deutlich zu spüren. Oft sind seine Motive emotional in der Vergangenheit verankert, so etwa in „Cheerio“ oder in der „Hommage an Dennis Hopper“. Und  in allen kann der Betrachter kleine ironische Seitenhiebe registrieren.

Masoud Sadedin verfremdet seine Arbeiten durch Wiederholung gleiche Bildmotive, durch Verwischen sowie durch Einfügen abstrakter Elemente. So bringt er von einem Foto ausgehend ei Motiv etwas versetzt gleich mehrfach wie bei einem Fehldruck verschiedenfarbig auf die Leinwand auf wie bei seinen Arbeiten „Doppelkorn“ und „Der Liegende“. Oder er überzieht sein auf Papier mit Acryl dünn gezeichnetes Bild mit einem Raster, dass er darauf einkratzt und anschließend mit geometrischen Elementen versehen hat wie bei den Exponaten „Impfung“ oder „Auf dem Bett“. Auch die Farben setzt Masoud Sadedin als Störungseffekt ein, so in einem Beispiel aus seiner Serie „WG“. 

Beide Künstler erwarten eine „Wiederherstellung“ ihrer durch Störungen verfremdeten Bilder durch den Betrachter. Die Ausstellung „Menschenbilder“ wird mit einer Vernissage am Sonntag, 26. August um 12 Uhr eröffnet. Die Ausstellung ist einbezogen in „Kunst rund um“. Eröffnet wird mit einem Künstlergespräch.

23. 08. 2007   AN  Aachener Nachrichten online.de