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Gesichter erzählen Geschichten

Zündorfer Wehrturm 
Mit Rolf Mallat gastiert ein Maler der gegenständlichen Richtung

Von Roland Schriefer
Mit Rolf Mallat hat der „Verein zur Förderung bildender Kunst“ wieder einen gegenständlichen Maler für eine Ausstellung im Zündorfer Wehrturm gewinnen können. Mallats Arbeiten sind allerdings nicht uniform. Er mischt gegenständliche mit abstrakten, kombiniert malerische mit fotorealistischen Elementen. „Kunst ohne Irritation ist wie Suppe ohne Salz“, ist eines seiner Credos. Diesem Leitmotiv folgt er in all seinen Arbeiten.
 
Mallat kommt von der Graphik und in vielen, vor allem seiner früheren, Bilder finden sich auch graphische Elemente, zum Beispiel Texte wie „Kunst ist manchmal so, als ob man den Kopf unter Wasser hält. Alle Geräusche und Bilder bekommen eine veränderte Bedeutung und müssen neu sortiert werden“. Auch mit geometrischen Formen bricht Mallat den Realismus in deinen Bildern, die alle Geschichten erzählen.
  
Eines ist Mallat wichtig: Es muss klar werden, das ein Bild nur in einer bestimmten, definierten Zeit gemalt werden konnte“, sagt er. Auch die Maltechnik ist zeitbezogen. Mallat ist kein Maler, der Farben, wie sie einst Rembrandt gemischt hat, nachempfindet, „Ich sollte allerdings schon wissen, wie er es gemacht hat. Man muss das Alte kennen, um Neues zu schaffen.“
Der Kunsthistoriker Hermann F. Schweitzer, der in die Ausstellung einführte, verglich Mallat mit dem französischen Impressionisten Edouard Manet, einem der Wegbereiter der modernen Malerei. Dessen Gespür für die Oberfläche wäre auch ein wesentliches Element in den Bildern Mallats. Ähnlichkeiten mit dessen Arbeiten findet Schweitzer auch im Kubismus. „Der Kubismus zerlegt und fügt neu zusammen, so wie es auch Mallat macht.“

Nur auf den ersten Blick scheinen Mallats Bilder malerisch stringent erzählte Geschichten zu sein. Es sind in Wahrheit mehrere Geschichten, die er parallel und auch übereinander erzählt. Seine Arbeiten sind wie ein guter Roman, der mehrere Zeitebenen kunstvoll verknüpft.

Kölner Stadtanzeiger Porz, 9. Juni 2011